Anschluss von Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge

Allgemeine Festlegungen

Der Anschluss von Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge (Ladestationen, Wallboxen, Anschlussschränken, etc.) mit einer Anschlussleistung in Summe ≥ 3,6 kVA (z.B. Ladeeinrichtungen  mit 3,7 kW oder 11 kW) ist anmeldepflichtig, der Anschluss von Ladeeinrichtungen mit einer Anschlussleistung in Summe größer 12 kVA (z.B. Ladeeinrichtungen mit 22 kW oder größer) ist zustimmungspflichtig.

Dabei ist es unerheblich, ob sich die Ladeeinrichtung im privaten oder öffentlichen Raum befindet.

Bereits bei der Planung von Ladeeinrichtungen ist eine Netzanschlussanfrage mittels unseres Datenblatts an die unten aufgeführte Adresse zu stellen. Dies gilt auch für die Erweiterung von bestehenden elektrischen Anlagen. Hinweis: Bitte öffnen Sie die Formulare mit dem Adobe Acrobat Reader.

Bei notwendiger Änderung des Netzanschlusses und/oder der Messeinrichtung senden Sie uns bitte  zusätzlich den Antrag Neusetzung / Änderung Stromhausanschluss, Messeinrichtung an die unten aufgeführte Adresse. Hinweis: Bitte öffnen Sie die Formulare mit dem Adobe Acrobat Reader.

Die Anschlusszusage der oben genannten zustimmungspflichtigen Ladeeinrichtungen durch die Oberhausener Netzgesellschaft mbH hat für Anlagen in Neubauten und in bestehenden Gebäuden eine Gültigkeit von drei Monaten.

Wird die Ladeeinrichtung innerhalb dieses Zeitraumes nicht in Betrieb genommen, erlischt die Anschlusszusage der  Oberhausener Netzgesellschaft mbH. Es ist eine neue Anfrage zum Anschluss von Ladestationen, Wallboxen, Anschlussschränken, etc. zu stellen.

Im Betrieb von Ladestationen, Wallboxen und Anschlussschränke darf eine maximale Unsymmetrie von 4,6 kVA nicht überschritten werden. Ab einer Anschlussleistung größer 4,6 kVA müssen die Ladestationen und Wallboxen grundsätzlich dreiphasig und symmetrisch angeschlossen und betrieben werden.

Ist vorgesehen über die Ladeeinrichtung in das Netz der öffentlichen Versorgung einzuspeisen, sind die Anforderungen nach VDE-AR-N 4105 Technische Mindestanforderungen für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz einzuhalten.

Wird eine Tarifierung von zuständigen Strom-Lieferanten angeboten und vom Anlagenbetreiber gewünscht, so ist im Vorfeld das Mess- und Steuerungskonzept mit den zuständigen Messstellenbetreiber abzustimmen.

Anschluss von Ladeeinrichtungen innerhalb eines Gebäudes

Bei Inanspruchnahme eines verminderten Netznutzungsentgeltes ist der Stromkreisverteiler für Ladestationen und Wallboxen getrennt vom Stromkreisverteiler für den Allgemeinbedarf anzuordnen. Eine eindeutige elektrische Trennung muss vorhanden sein. Bei einem gemeinsamen Stromkreisverteiler sind die Stromkreise für den Allgemeinbedarf von der Ladestation oder der Wallbox durch eine Schottung voneinander zu trennen.

Die Ladeeinrichtungen sind fest anzuschließen. Die Herstellerangaben sind zu berücksichtigen.

Bei einem einphasigen Betrieb ist die Ladeeinrichtung auf dem Außenleiter mit der höchsten Spannung zu betreiben.

Ist im Gebäude eine einphasige Photovoltaik - oder Speicheranlage - vorhanden oder geplant, so ist die Ladeeinrichtung auf dem gleichen Außenleiter wie die Erzeugungs- bzw. Speicheranlage anzuschließen.

Das Datum der Inbetriebnahme der Ladeeinrichtung ist auf dem bereits eingereichten Datenblatt einzutragen und an die unten aufgeführte Adresse zu senden.

Anschluss von Anschlussschränken im Freien (Ladesäulen im Freien)

Für Ladeeinrichtungen im Freien mit direktem Niederspannungsnetzanschluss ist die TAR 4100 einzuhalten.

Besteht in dem vorhandenen Anschlussschrank im Freien nicht genügend Platz für die Anforderungen, kann der Netzanschluss über einen separaten Zähleranschlussschrank realisiert werden.

Das Datum der Inbetriebnahme der Ladeeinrichtung ist auf dem bereits eingereichten Datenblatt einzutragen und an die unten aufgeführte Adresse zu senden.

Kosten für den Anschluss

Bitte beachten Sie, dass für die Erstellung oder Änderung des Netzanschlusses Kosten anfallen können.

Zur Förderung der Elektromobilität in Oberhausen verzichtet die Oberhausener Netzgesellschaft mbH auf die Erhebung eines Baukostenzuschusses (BKZ) für die erstmalig angemeldeten und in Betrieb genommenen Ladeeinrichtungen mit einer Ladeleistung in Höhe von max. 11 kW. Über eine Ladeleistung von 11 kW hinaus wird ein BKZ fällig.

Zudem erklärt der Kunde dann seine Zustimmung zur netzdienlichen Steuerung seiner (auch zukünftigen) Ladeeinrichtung gemäß TAR 4100.

Details hierzu entnehmen Sie bitte dem aktuellen Preisblatt Stromnetzanschluss der Oberhausener Netzgesellschaft.

Lademanagement

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, behält sich die  Oberhausener Netzgesellschaft vor, Ladeeinrichtungen > 12 kVA zu steuern. Bei der Einrichtung von zwei oder mehreren Ladeeinrichtungen an einem Netzanschlusspunkt ist in Abstimmung mit der Oberhausener Netzgesellschaft mbH ein Lademanagement vom Anlagenbetreiber einzurichten.

Hier finden Sie weitere Informationen und zu beachtende Richtlinien:

Kontakt

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Oberhausener Netzgesellschaft mbH
Abt. Netzmanagement
Netzservices
Danziger Straße 31
46045 Oberhausen
hausanschlusswesen@ob-netz.de